
Produktvideo-Kosten in der Schweiz: Wie Anwendungsfälle den Preis bestimmen
Inhaltsübersicht
Die Produktvideo-Kosten bauen bei Blank Media in Zürich auf dem Drehtag mit Schnitt ab CHF 2'500 auf. Wo der Preis Ihres Videos darüber landet, hängt davon ab, was Ihr Produkt im Bild tun muss.
Ihr Budget können Sie vor der ersten Offerte selbst abschätzen, denn jeder Anwendungsfall, den das Video zeigt, braucht in der Regel einen eigenen Drehblock. Ein zu tief angesetzter Budgetantrag geht sonst ein zweites Mal ans Management, sobald die Offerte Posten enthält, die niemand eingeplant hat. Zählen Sie also zuerst die Situationen, in denen Ihr Produkt zu sehen sein soll.
Was kostet ein Produktvideo in der Schweiz?
Wer ein Produktvideo erstellen lassen will, landet in einer von drei Preisstufen. Die Stufen unterscheiden sich vor allem in zwei Kostenfaktoren: wo wir drehen und wie viel Postproduktion das Video braucht. Preisübersichten anderer Anbieter teilen die Videoproduktion in ähnliche Stufen ein, von Low Budget bis High-End-Produktion.
- Ein einfaches Produktvideo im Studio kostet meist CHF 4'000 bis 9'000. Das Produkt steht vor neutralem Hintergrund, und das Video zeigt einen klaren Anwendungsfall.
- Ein Produktvideo mit Praxisaufnahmen kostet typischerweise CHF 10'000 bis 20'000. Wir drehen dort, wo das Produkt im Einsatz ist, und ergänzen Motion Graphics für technische Details.
- Eine aufwendige Produktion kostet oft ab CHF 25'000. Sie zeigt mehrere Anwendungsfälle, braucht mehrere Drehorte oder eine mehrsprachige Postproduktion.
Unter allen drei Stufen liegt derselbe Baustein, der Drehtag mit Schnitt ab CHF 2'500. Dieser Betrag deckt einen Tag Dreh und den Schnitt dieses Tages. Konzept und Motion Graphics stehen in der Offerte für Ihr Projekt als eigene Posten.
Jeder weitere Anwendungsfall braucht meist einen eigenen Drehblock
Ein Produktvideo mit einem einzigen Anwendungsfall ist deutlich günstiger als eines, das mehrere Szenarien für unterschiedliche Zielgruppen abdeckt. Ein Drehblock ist der Teil einer Videoproduktion, in dem das Team am Set für einen Anwendungsfall neu einrichtet und ausleuchtet, bevor die Kamera läuft.
Ein Anwendungsfall ist eine Situation, in der Ihr Produkt im Bild eine Aufgabe erfüllt. Ein Handscanner für die Lagerlogistik hat zum Beispiel drei davon:
- Wareneingang. Ein Mitarbeiter scannt an der Rampe die Paletten, die gerade angeliefert werden.
- Inventur. Jemand prüft zwischen den Regalen, ob der Bestand im System stimmt.
- Versand. Das Gerät druckt das Etikett, bevor das Paket das Lager verlässt.
Drei Anwendungsfälle ergeben in der Regel drei Drehblöcke, auch wenn alle Szenen am selben Drehort entstehen. Zwischen Rampe und Regal baut das Team Licht und Kamera jedes Mal neu auf.
Lassen sich mehrere Produktvideos in einem Dreh produzieren?
Ein Dreh liefert oft mehrere kurze Produktvideos, eines pro Anwendungsfall, und dazu die Formate für die einzelnen Kanäle. Aus demselben Material liefern wir Video Content in mehreren Formaten, etwa ein Querformat für die Website und ein Hochformat für Social Media mit Link auf die Produktseite. Jede Plattform stellt eigene Anforderungen an Format und Videolänge.
Anreise und Team fallen dabei nur einmal an. Bei der Planung bündeln Sie Anwendungsfälle, die denselben Drehort brauchen, deshalb am besten auf einen Tag. Beim Handscanner aus dem Beispiel liegen alle drei im selben Lager.
Wie viel Drehzeit braucht Ihr Produkt?
Ein einfaches, selbsterklärendes Produkt lässt sich in einem halben Drehtag mit wenig Aufwand zeigen. Für solche Produkte stimmt das Bild, das viele von einem Produktvideo haben: ein Produkt, eine Kamera, fertig.
Ein technisch komplexes Produkt mit mehreren Funktionen braucht mehr Drehzeit und mehr Vorbereitung. Die Komplexität wirkt über drei Kostenfaktoren:
- Mehrere Kamerawinkel pro Funktion. Wir drehen jede Funktion aus den Perspektiven, in denen man sie versteht, und richten jeden Winkel neu ein.
- Vorbereitung am Produkt. Vor der Videoproduktion muss das Produkt so vorbereitet sein, dass jede Funktion auf Kommando läuft.
- Mehr Zeit für die Konzeption. Das Konzept legt fest, welche Funktionen ins Bild kommen, damit die Botschaft nicht in Details untergeht.
Warum kostet der Dreh am Einsatzort meist mehr als im Studio?
Ein Produktvideo am Einsatzort kostet meist mehr als eines im Studio, weil drei Faktoren dazukommen: Zugang, Bewilligungen und Reisezeit. Diese Logistik fällt an, sobald in einer Werkshalle oder beim Kunden vor Ort gedreht wird:
- Zugang. In einer laufenden Werkshalle richtet sich der Drehplan nach dem Betrieb.
- Bewilligungen. Für eine Videoproduktion auf fremdem Gelände braucht es Genehmigungen, und wir holen sie ein.
- Reisezeit. Filmcrew und Technik reisen zum Drehort, während ein Produkt für den Studiodreh zu uns ins Studio kommt.
Im Studio sind Licht und Ablauf planbar. In der Werkshalle sehen Ihre Kunden das Produkt dort, wo sie es selbst einsetzen, und das macht die Bilder oft glaubwürdiger.
Motion Graphics für interne Bauteile gehören von Anfang an ins Budget
Motion Graphics für technische Details sind in einem Produktvideo ein eigener Posten, der separat kalkuliert wird. Nach unserer Erfahrung werden sie häufig erst im Nachhinein zum Thema. Klären Sie deshalb schon in den ersten Phasen, vor der Konzeption, ob Ihr Produkt Funktionen hat, die niemand von aussen sieht, damit der Posten in der ersten Offerte steht.
Ein Produktvideo braucht Motion Graphics typischerweise für ein internes Bauteil, das die Kamera nicht direkt zeigen kann, etwa ein Ventil im Gehäuse oder einen Sensor unter der Abdeckung. Das passende Mittel ist eine kurze Animation, die den Blick ins Gehäuse freigibt und zeigt, wie das Bauteil arbeitet; wir schneiden sie zwischen die gedrehten Szenen. Auch Masse und Messwerte, die direkt im Bild neben dem Produkt stehen, entstehen als Motion Graphics.
Im Angebot mancher Videoproduzenten stehen Produktfilme komplett als 3D-Animationen ohne Realfilm, oft aus vorhandenen CAD-Daten. Eine solche Animation kalkulieren die Anbieter nach Länge und Stil, weil jede Sekunde am Bildschirm entsteht.
Welche Kosten entstehen durch Darsteller und Sprecher?
Sobald Menschen im Produktvideo zu sehen oder zu hören sind, kommen Gagen und Rechte ins Budget. Drei Faktoren bestimmen dabei die Kosten:
- Gagen. Ein Produktvideo mit Schauspielerinnen und Schauspielern kostet spürbar mehr als eines mit Mitarbeitenden aus Ihrem Unternehmen.
- Casting. Wir besetzen Darsteller und Sprecher, und zu unserem Angebot gehört auch die Suche nach einem Markengesicht, wenn Ihre Marke noch keines hat.
- Nutzungsrechte. Die Rechte an Darstellern und Stimmen gelten nur für eine vereinbarte Dauer und ein vereinbartes Gebiet. Je länger und breiter das Video läuft, desto mehr kosten sie.
Erklärt das Video eine Funktion, reichen oft Mitarbeitende, die das Produkt täglich bedienen. Sie kennen die Handgriffe, die das Video zeigen soll.
Was ändert sich am Budget, wenn das Video in mehreren Sprachregionen läuft?
Jede zusätzliche Sprachversion erhöht den Aufwand in der Postproduktion spürbar, ob mit Untertiteln oder mit eigener Vertonung. Ein Produktvideo für Kunden in der ganzen Schweiz braucht mindestens eine deutsche und eine französische Fassung, für das Tessin kommt Italienisch dazu.
- Untertitel. Pro Sprache kommen Übersetzung und Einpassung dazu, Bild und Ton bleiben gleich.
- Vertonung. Jede Sprache braucht einen eigenen Sprecher und eine eigene Tonmischung.
Kennen wir die Sprachen vor der Videoproduktion, planen wir Einstellungen, die ohne gesprochenen Satz im Bild funktionieren, etwa eine Nahaufnahme der Hand am Produkt. Pro Sprachversion wechseln dann nur Tonspur oder Untertitel.
Soll Ihr Produktvideo informieren oder verkaufen?
Eine Einbauanleitung für Monteure kommt mit einfacher Bildsprache aus, solange die Funktionsweise klar wird. Ein Produktvideo, das Verkäufe auslösen soll, etwa für die Produktseite oder den Produktlaunch am Messestand, braucht mehr Einstellungen pro Szene und eine Dramaturgie mit Spannungsbogen.
Viele Produktvideos sollen beides. Legen Sie vor der Produktion fest, welches Ziel Vorrang hat, denn danach richtet sich der Aufwand im Konzept.
Wie schätzen Sie Ihre Produktvideo-Kosten vor der ersten Offerte?
Für eine erste Schätzung der Produktvideo-Kosten zählen Sie Anwendungsfälle und Sprachversionen und klären zwei Fragen: wo gedreht wird und ob das Produkt Funktionen hat, die man von aussen nicht sieht. Die Tabelle ergänzt diese vier Faktoren um vier weitere, und die rechte Spalte nennt, welche Anforderungen eine vollständige Offerte zu jedem Posten erfüllen sollte. Mit diesen Antworten lässt sich das Budget für die Videoproduktion auch gegenüber dem Management begründen.
Produktvideos entstehen bei uns im Bereich Werbefilmproduktion. In der Zusammenarbeit begleiten wir alle Phasen, vom Konzept bis zur Auslieferung in allen Formaten. Für Unternehmen und Institutionen wie IBM, BCG, KPMG, Sika, Bestsmile und die ZHAW haben wir Werbefilme produziert, darunter Produktvideos.
Bei Interesse nutzen Sie die Tabelle als Leitfaden für Ihre Anfrage. Schicken Sie uns die Antworten auf die acht Fragen mit, dann nennen wir Ihnen eine erste Preisspanne für Ihr Produktvideo.
Wie Sie Offerten verschiedener Anbieter für dasselbe Video vergleichen, erklären wir im Beitrag über die Kosten einer Videoproduktion. Einen zweiten Blick wert sind Bewertungen, etwa bei Google oder ProvenExpert, weil sie zeigen, wie andere Kunden die Zusammenarbeit mit einem Studio oder einer Videoagentur erlebt haben.
Häufige Fragen zu Produktvideo-Kosten
Wie viel kostet es, ein Produktvideo erstellen zu lassen?
Ein Produktvideo kostet bei Blank Media meist zwischen CHF 4'000 und über CHF 25'000. Ein einfaches Video im Studio mit einem klaren Anwendungsfall liegt meist bei CHF 4'000 bis 9'000, und ein selbsterklärendes Produkt lässt sich dafür an einem halben Tag filmen. Jeder weitere Anwendungsfall bringt in der Regel einen eigenen Drehblock dazu.
Was kostet ein Drehtag für ein Produktvideo?
Bei Blank Media kostet ein Drehtag inklusive Schnitt ab CHF 2'500. Der Betrag deckt einen Tag Dreh und den Schnitt dieses Tages. Konzept und Postproduktion über diesen Tag hinaus kommen im Projektpreis der Videoproduktion dazu.
Sind mehrere kurze Produktvideos besser als ein langes?
Mehrere kurze, fokussierte Videos bedienen unterschiedliche Zielgruppen meist besser als ein langes, idealerweise mit einem klaren Hauptanwendungsfall pro Video. Sie können am selben Tag entstehen und teilen sich dann Anreise und Team.
Brauche ich Motion Graphics für mein Produktvideo?
Nur wenn das Produkt interne oder unsichtbare Funktionen hat, die sich nicht direkt filmen lassen, etwa ein Ventil im Gehäuse. Für rein äusserlich sichtbare Produkte reicht meist reines Filmmaterial. Braucht das Video Motion Graphics, stehen sie als eigener Posten in der Offerte.
Was ist der Unterschied zwischen Produktvideo, Werbefilm und Imagefilm?
Ein Produktvideo stellt ein einzelnes Produkt ins Zentrum, ein Werbefilm trägt eine Kampagne und braucht zusätzlich ein Mediabudget für die Ausspielung. Ein Imagefilm zeigt, wofür ein Unternehmen steht. Bei Blank Media gehören Produktvideo und Werbefilm zum Bereich Werbefilmproduktion, zu dem auch der Werbespot fürs Fernsehen zählt.



