
Videoproduktion Kosten: Das optimale Budget für jedes Format kalkulieren
Inhaltsübersicht
Die Frage fällt in fast jedem ersten Gespräch: «Was kostet das ungefähr?» Es gibt eine ehrliche Antwort, und sie beginnt mit einer Zahl. Ein Drehtag mit Schnitt beginnt bei Blank Media in Zürich bei CHF 2'500.
Diese Zahl ist ein Baustein, kein Film. Ein fertiges Video ist die Summe aus Konzeption und Planung, Drehtagen und Postproduktion, und dort entstehen die Kosten einer Videoproduktion, die auf keiner Preisliste stehen. Die eigentliche Verwirrung beginnt, wenn drei Offerten für denselben Film um den Faktor fünf auseinanderliegen.
Wir haben Filme für FIFA, UBS, KPMG, BCG und die ZHAW produziert. Dieser Beitrag ist für Marketing- und Kommunikationsverantwortliche geschrieben, die ein Video budgetieren müssen, bevor die erste Offerte vorliegt. Erfahren Sie, was die Kosten bewegt, warum Offerten so unterschiedlich ausfallen und woran Sie eine vollständige Offerte für Ihr Projekt erkennen.
Wie viel kostet eine Videoproduktion in der Schweiz konkret?
Eine Videoproduktion in der Schweiz kostet zwischen CHF 2'500 für einen einzelnen Drehtag mit Schnitt und über CHF 30'000 für eine mehrtägige, mehrsprachige Produktion. Das sind die Budgetstufen, die Blank Media auf dem Anfrageformular abfragt. Der Abstand ist so gross, weil «ein Video» vier verschiedene Produkte meint: Ein internes Statement, ein Imagefilm, ein Eventfilm und ein Werbespot haben eigene Kostenstrukturen, auch wenn sie am Ende alle in derselben Datei landen.
Firmenvideo, Imagefilm, Unternehmensvideo: Der Markt hat drei Namen für dasselbe Produkt, und keiner davon sagt etwas über die Kosten. Was den Preis bestimmt, ist der Umfang: Drehtage, Teamgrösse, Aufwand in der Postproduktion. Die Tabelle gibt einen Überblick und ordnet die gängigen Formate nach diesem Umfang ein.

Zur Orientierung rechnet das Vergleichsportal gryps.ch für ein Firmenvideo von ein bis zwei Minuten, gedreht in der eigenen Firma, mit 2'600 bis 6'000 Franken; als «High-End-Produktion» führt es Projekte ab rund 20'000 Franken. Das deckt sich mit der ersten Stufe, und es beschreibt eine Ein-Personen-Produktion. Portale und Anbieter führen diese Stufe als «Low Budget»; hier arbeiten oft Einzelpersonen, die Kamera und Schnitt gleichzeitig übernehmen.
Was bedeutet «Drehtag mit Schnitt ab CHF 2'500» für das Gesamtbudget?
Der Tagessatz von CHF 2'500 kauft einen Drehtag und den Schnitt dieses Tages, nicht den fertigen Film. Alles, was den Film trägt, kommt als eigene Position dazu: Konzeption und Planung vor dem Dreh, die Farbkorrektur und das Sounddesign nach dem Dreh, der Sprecher, die Musik.
Ein Beispiel macht es sichtbar. Eine Imagefilm-Produktion mit zwei Drehtagen beginnt bei CHF 5'000 für die Drehtage selbst. Dazu kommen Konzept, Postproduktion über den Rohschnitt hinaus, Musik und Sprecher, und so landet dieser Film in der Stufe zwischen CHF 5'000 und 15'000.
Diese Rechnung ist der Grund, warum eine Preisseite mit «ab CHF 2'500» und eine Offerte über CHF 10'000 für denselben Imagefilm beide recht haben. Die eine Zahl ist ein Tagessatz, die andere ein Projektpreis.
Was die Kosten Ihrer Videoproduktion tatsächlich bewegt
Fünf Kostenfaktoren entscheiden über die Kosten einer Videoproduktion: Zweck, Drehtage, Postproduktion, Drehort und Nutzungsrechte. Alle fünf Faktoren sind vor den Dreharbeiten festgelegt, und wer sie kennt, kann eine Offerte lesen, bevor er die Endsumme sieht. Die Reihenfolge ist keine Rangliste; auf einem Projekt dominiert einer der Faktoren, auf dem nächsten Projekt ein anderer, je nach Komplexität der Idee.
Der Zweck legt Team und Drehdauer fest
Ein Video, das intern für zehn Personen gezeigt wird, hat andere Anforderungen als eines, das auf der Startseite läuft. Das interne Statement verträgt eine Kamera und Tageslicht. Der Film auf der Website verlangt Licht, Ton, eine Idee und meist einen zweiten Drehtag, weil er Monate lang die erste Antwort auf die Frage «Wer seid ihr?» sein wird.
Deshalb ist der Zweck die erste Frage in jedem Gespräch, noch vor dem Format. Er bestimmt Teamgrösse, Drehdauer und den Aufwand in der Postproduktion.
Die Zahl der Drehtage multipliziert jeden anderen Posten
Ein Ein-Personen-Team mit einer Kamera kostet anders als ein mehrköpfiges Team mit mehreren Kamerapositionen, Licht- und Tontechnik. Jeder zusätzliche Drehtag bringt dieses Team ein zweites Mal an den Drehort, produziert ein zweites Mal Material und verlängert den Schnitt. Zwei Drehtage kosten darum meist mehr als das Doppelte eines Tages.
Die Teamgrösse sollte sich am Anspruch des Ergebnisses orientieren, nicht am verfügbaren Budget allein. Ein zu kleines Team für ein anspruchsvolles Projekt führt zu Kompromissen, die später sichtbar werden, zum Beispiel ein Interview ohne zweite Kamera, das sich nicht schneiden lässt, oder ein Ton, den keine Nachbearbeitung mehr rettet.
Die Postproduktion kostet oft mehr als der Dreh
Postproduktion umfasst Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign und oft mehr Aufwand, als der Dreh selbst gekostet hat. Viele Kunden unterschätzen diese Phase, weil sie am Drehtag unsichtbar bleibt. Am Set stehen Kamera, Licht und Team; der Schnittplatz, an dem aus vier Stunden Material drei Minuten Video werden, steht in keinem Kalender.
Dazu kommt, was nach dem Rohschnitt entsteht. Untertitel, eine zweite Sprachfassung, eine Kurzversion für Social Media und jede weitere Korrekturrunde sind eigene Arbeitstage, und sie werden meist erst bestellt, wenn der Film schon gefällt.
Drehorte ausserhalb von Zürich kosten Reisezeit
Wir drehen dort, wo Ihr Unternehmen ist, und die Anreise ist Teil der Rechnung. Ein Videodreh in Zürich beginnt am Morgen vor Ort. Ein Dreh in Genf oder im Engadin beginnt am Vortag mit dem Verladen der Technik, und diese Zeit steht in der Offerte als eigene Zeile.
Mehrere Drehorte an einem Tag wirken effizient und sind es selten. Jeder Ortswechsel kostet Auf- und Abbau, und diese Zeit fehlt am Ende beim Drehen.
Nutzungsrechte und Musik sind eigene Positionen
Wer im Film zu sehen oder zu hören ist, gibt Rechte ab, und diese Rechte haben einen Preis. Videoproduzenten lizenzieren Schauspieler:innen und Sprecher oft für eine bestimmte Dauer und ein bestimmtes Gebiet; ein Film, der ein Jahr lang in der Schweiz laufen darf, kostet anders als einer mit weltweiten, unbefristeten Rechten. Musikrechte sind ebenfalls eine eigene Position, und ein bekannter Song ist eine Verhandlung.
Diese Posten stehen selten in der ersten überschlagenen Zahl. In einer vollständigen Offerte stehen sie mit Dauer und Gebiet, damit Sie später nicht für einen Film bezahlen, den Sie nach zwölf Monaten vom Netz nehmen müssen.
Warum liegen drei Offerten für dasselbe Video so weit auseinander?
Drei Offerten für dasselbe Video liegen meist deshalb auseinander, weil sie unterschiedliche Annahmen zu Teamgrösse, Drehtagen und Anzahl Korrekturrunden enthalten. Drei Produzenten lesen dieselbe Anfrage und sehen drei verschiedene Videos: eines plant einen Drehtag mit einer Person, eines zwei Drehtage mit einem Team von drei, eines dazu ein Konzept, einen Sprecher und drei Korrekturrunden.
Eine Offerte ohne Aufschlüsselung macht diesen Unterschied unsichtbar. Die günstigste Offerte reduziert oft genau die Phasen, die im ersten Moment verzichtbar wirken: Konzept und Postproduktion.
Die Checkliste unten stellt jeder Offerte dieselben Fragen. Wenn zwei Anbieter alle acht Zeilen ausfüllen, lassen sich ihre Offerten Zeile für Zeile nebeneinanderlegen.
Offerten-Checkliste: acht Posten, die jede Videoproduktions-Offerte ausweisen sollte
Welche Posten im ersten Budget meist fehlen
Fünf Posten fehlen im ersten Budget einer Videoproduktion besonders häufig: Musiklizenzen, Sprachversionen, zusätzliche Korrekturrunden, Reisekosten ausserhalb von Zürich und die Verlängerung von Nutzungsrechten. Keiner davon ist automatisch teuer, aber jeder taucht später als Zusatzposition auf, wenn er im ersten überschlagenen Budget fehlt.
- Musiklizenzen: Ein Titel, der nur für die Website lizenziert wurde, darf in der Fassung für Messe oder TV nicht laufen.
- Sprachversionen: Eine zweite Fassung durchläuft Übersetzung, Sprecher und Schnitt noch einmal.
- Korrekturrunden: Die dritte Runde, die niemand eingeplant hat, weil in der zweiten noch eine Abteilung dazukam.
- Reisekosten: Bei Drehs ausserhalb von Zürich kommen Anreise und, je nach Distanz, eine Übernachtung dazu.
- Nutzungsrechte: Die Verlängerung nach zwölf Monaten, wenn der Film besser läuft als geplant.
Wo lässt sich Geld sparen, ohne dass der Film darunter leidet?
Bei einer Videoproduktion lässt sich ohne sichtbaren Verlust an vier Stellen sparen: eigene Räume als Drehort, vorbereitete Interviewpartner, eine einzige Freigabe-Instanz und weniger Drehorte pro Tag. Sparen Sie bei allem, was der Zuschauer nie sieht, und bei nichts, was er sieht.
Was im fertigen Film nicht sichtbar ist:
- Eigene Räume als Drehort: Ein gut gewählter Sitzungsraum oder die Werkhalle spart Location-Miete und Anreise.
- Vorbereitete Interviewpartner: Wer seine drei Kernaussagen kennt, braucht die Hälfte der Drehzeit.
- Eine einzige Freigabe-Instanz: Ein Entscheider, der den geschnittenen Film abnimmt, spart die Korrekturrunde, die durch drei Meinungen entsteht.
- Weniger Drehorte pro Tag: Ein Drehort mit Zeit liefert mehr brauchbares Material als drei Orte mit zwei Umzügen dazwischen.
Was im fertigen Film immer sichtbar ist:
- Das Team am Drehtag: Licht, Ton und das Know-how dahinter lassen sich nachträglich nicht kaufen.
- Die Postproduktion: Farbkorrektur und Sounddesign sind der Unterschied zwischen Handyvideo und Film.
- Die Idee: Ohne Idee entstehen am Drehtag Szenen ohne Reihenfolge, und der Schnitt kann keine nachliefern.
Welche Angaben brauchen Sie für eine erste Preisspanne?
Für eine erste Preisspanne reichen vier Angaben: Ziel, Zielgruppe, gewünschtes Format und ungefährer Umfang. Mit diesen vier Punkten nennt ein Studio eine belastbare erste Spanne für die Kosten, ohne dass Sie sich vorab in Details verlieren. Ein 20-seitiges Dokument brauchen wir dafür nicht.
Je klarer das Ziel, desto genauer die erste Zahl. Wer mit einer vagen Frage ins Erstgespräch geht, bekommt eine vage Bandbreite zurück.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Videoproduktion kostet, erzählen Sie uns, was Sie machen wollen. Für Imagefilme, Employer Branding und CEO-Statements finden Sie Ablauf und Leistungen auf unserer Seite zur Imagefilm-Produktion. Vor dem Start bekommen Sie eine detaillierte Offerte; legen Sie die acht Zeilen der Checkliste daneben.
FAQ – Meist gestellte Fragen
Was kostet eine Videoproduktion in der Schweiz mindestens?
Ein Drehtag mit Schnitt beginnt bei Blank Media bei CHF 2'500. Das deckt ein Interview, ein internes Statement oder kurze Social-Media-Clips mit einem kleinen Team und wenig Postproduktion. Alles, was nach aussen sichtbar ist, sollte mit einem Budget ab CHF 5'000 rechnen.
Warum unterscheiden sich Offerten für dasselbe Video so stark?
Meist wegen unterschiedlicher Annahmen zu Teamgrösse, Drehtagen und Anzahl Korrekturrunden. Eine Offerte ohne Aufschlüsselung macht diesen Unterschied schwer erkennbar. Fragen Sie beide Anbieter nach denselben acht Posten, dann werden die Offerten vergleichbar.
Sind Vorproduktion und Postproduktion im Preis enthalten?
Bei einer vollständigen Offerte ja: Konzept, Skript, Crew, Dreh, Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign und Untertitel. Manche günstigeren Offerten reduzieren genau diese Phasen, was sich später in der Qualität oder in Zusatzkosten bemerkbar macht. Der Umfang steht in der Aufschlüsselung der Offerte.
Welche Angaben braucht ein Studio für eine erste Preisspanne?
Ziel, Zielgruppe, gewünschtes Format und ungefährer Umfang. Mit diesen vier Angaben nennt ein Studio meist eine erste, belastbare Spanne. Ein fertiges Konzept brauchen Sie dafür nicht; grobe Vorstellungen reichen.
Welche Zusatzkosten fallen bei einer Videoproduktion häufig an?
Musiklizenzen, zusätzliche Sprachversionen, weitere Korrekturrunden, Reisekosten ausserhalb von Zürich und die Verlängerung von Nutzungsrechten. Keiner dieser Posten ist automatisch teuer, aber jeder fehlt häufig im ersten Budget. In einer vollständigen Offerte stehen alle fünf mit Preis.



